Information zum SGB XI

Die Abrechnung beim Familienentlastenden Dienst erfolgt vorwiegend über den Entlastungsbetrag nach § 45 b SGB XI. Bis 2016 hießen diese Leistungen noch „zusätzlichen Betreuungsleistungen“  oder auch „Pflegeergänzungsleistungen“.

Anspruch auf den Entlastungsbetrag haben alle Menschen mit einem Pflegegrad (Pflegegrad 1-5).

Dies betrifft sowohl Kinder mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung, als auch Kinder mit einer chronischen Erkrankung oder psychischen Auffälligkeiten.

Der Entlastungsbetrag beträgt, unabhängig vom Pflegegrad, immer 125 € pro Monat.

Nicht verbrauchte Leistungen aus den Jahren 2015 und 2016 können Sie noch bis zum 31.12.2018 nutzen.

 

Die Pflegeergänzungsleistungen werden nicht wie das Pflegegeld bar ausbezahlt, sondern erst bei Vorlage der Rechnungen für Betreuungsleistungen von der Pflegekasse auf Ihr Konto rückerstattet. In der Regel akzeptieren die meisten Pflegekassen auch eine Abtretungserklärung, in der Sie dem Betreuungsanbieter (z. B. unserem FED) Ihr Einverständnis geben, dass er mit der Pflegekasse direkt abrechnen darf.

 

Wofür kann der Entlastungsbetrag eingesetzt werden?

  • Tages-, Nachtpflegeangebote
  • für die stationäre Pflege in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung
  • allgemeiner Betreuung und Beaufsichtigung durch Pflegedienste
  • sonstige regionale Betreuungs- und Entlastungsangebote (die nach Landesrecht anerkannt sind, wie z.B. Einhorn gGmbH-Familienentlastender Dienst) ²

² Eine Liste mit den anerkannten Betreuungs- und Entlastungsangeboten ist bei den zuständigen Pflegekassen bzw. unter www.pflegeunterstuetzung-berlin.de erhältlich.

 

Sie können den Entlastungsbetrag also zum Beispiel für die stundenweise Betreuung Ihres Kindes oder für Gruppen und Reisen bei unserem Familienentlastenden Dienst nutzen.

Über die zusätzlichen Betreuungsleistungen können nun auch anerkannte Haushalts- und Serviceangebote oder Alltagsbegleiter finanziert werden, die bei der hauswirtschaftlichen Versorgung und der Bewältigung sonstiger Alltagsanforderungen im Haushalt helfen. Dies bieten wir nicht an, aber einige Pflegedienste.

 

Außerdem können Sie für unseren Familienentlastenden Dienst folgende Leistungen nutzen:

Der Entlastungsbetrag kann auch anstelle eines Teils der Pflegesachleistungen in Anspruch genommen werden. Es besteht die „Umwidmungsmöglichkeit“ in Höhe von bis zu 40 Prozent des jeweiligen ambulanten Pflegesachleistungsbetrages. 

Personen ab dem Pflegegrad 2 haben außerdem Anspruch auf die Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI. Hier stehen Ihnen 1.612 € pro Jahr zur Verfügung.

 

Ebenso ist es möglich 50 Prozent der jährlich 1.612 € für die Kurzzeitpflege nach § 42 SGB XI für die Leistungen beim Familienentlastenden Dienst zu nutzen.