Eine Region zum Entdecken

Elbtalaue von Juni bis August

In den Sommermonaten verdient die Pflanzenwelt besondere Aufmerksamkeit. Die pinkfarbenen Blüten von Grasnelke (Armeria maritima), Heidenelke (Dianthus deltoides) und Karthäusernelke (Dianthus carthusianorum) bilden einen schönen Kontrast zu dem Gelb verschiedener Mauerpfeffer (Sedum) -Arten in den bunten Sandtrockenrasen. Die blütenreichen Wiesen sind nun auch Lebensraum einer Vielzahl von Schmetterlingsarten.

In einigen Bracks erscheinen die gelben Blüten der Seekanne (Nymphoides peltata) neben Weißer Seerose (Nymphaea alba) und Teichrose (Nuphar lutea). Um diese Zeit schlüpfen auch zahlreiche Libellen (Odonata) aus ihren Larvenhüllen und jagen an den Gewässern, aber auch weit vom Wasser entfernt, nach Insekten.

Auf den Wiesen setzt nun auch vermehrt das Zirpen der Heuschrecken ein. Unter ihnen sind zum Teil seltene Arten, die an extreme, trockene Lebensbedingungen angepasst sind. Zu ihnen gehören die Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens) und die Westliche Beißschrecke (Platycleis albopunctata). Im Übergang zu trockenen Bereichen ist der Warzenbeißer ( Decticus verricivorus) zu Hause. Die Verdauungssäfte dieser stattlichen Heuschrecke sollen Warzen zum Verschwinden bringen.

Im August ist der Nachwuchs der Weißstörche (Ciconia ciconia) flügge. Zur Erntezeit sammeln sie mitunter bis zu 50 Störche hinter den Maschinen, um hier Nahrung zu erbeuten. Auch die austrocknenden Gewässer im Elbvorland sind nun für sie, aber auch für Schwarzstörche (Ciconia nigra) ergiebige Jagdreviere, bevor sie sich zum Monatsende auf den Zug nach Afrika begeben.

Quelle: http://www.elbtalaue.niedersachsen.de



Natur satt – Artenvielfalt auf engstem Raum

Hier im dünn besiedelten Dreiländereck von Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt findet sich noch ein vielgestaltiges Mosaik aus Wiesen-, Wald- und Flusslandschaften, in denen viele Tier- und Pflanzenarten ihr Rückzugsgebiet haben.

Da dieses Gebiet unter anderem im Übergangsbereich vom atlantischen zum kontinentalen Klima liegt, finden besonders viele Arten – die hier zum Teil ihre Verbreitungsgrenzen haben – günstige Lebensbedingungen vor. Der Raum Gartow-Lenzen beherbergt eine rekordverdächtige Artenvielfalt und bildet einen wichtigen Bestandteil der Biosphärenreservate Niedersächsische Elbtalaue bzw. Flusslandschaft Elbe-Brandenburg.

Natur erleben, Natur kennenlernen.

Mehrere Ausstellungen sowie ein umfangreiches Führungsangebot ermöglichen Ihnen so manch spannende Entdeckung. Aber auch unabhängig können Sie “auf eigene Faust” auf Naturspuren wandeln. Naturlehrpfade vermitteln Ihnen grundlegende Einblicke in die Natur der Elbtalaue:

  • “Auf den Spuren der Biber” (Biberlehrpfad, 2,6km rund um den Kleinen Gartower See)
  • “Seeadler beobachten” (Klaus-Bahlsen-Turm und Lehrpfad bei Nienwalde)
  • “Grenzlehrpfad” (Entlang der Innerdeutschen Grenze, Schnackenburg-Nienwalde)
  • “Zeitfenster” (Natur und Geschichte rund um den Höhbeck)
  • ”Haltepunkt Natur” (23 Stationen entlang der Elbe zwischen Cumlosen und Besandten)

Quelle: http://www.elbe-urlaub.de

Nemitzer Heide

Nach einem verheerenden Waldbrand im Jahre 1975 hat sich auf den trockenen und nähr- stoffarmen Sandböden eine prächtige Heidelandschaft entwickelt. Diese Zwergstrauchheide mit ihren offenen Dünen stellt eine einmalige landschaftliche Besonderheit im östlichen Niedersachsen dar: Viele geschützte Pflanzen und Tiere haben hier ihren Lebensraum gefunden – einige Gebiete der Nemitzer Heideregion sind als Vogelschutzgebiete ausgewiesen.

Der Höhepunkt des Nemitzer Heidejahres ist das am letzten Sonntag im August stattfindende Nemitzer Heideblütenfest.

Auf einer Freilichtbühne inmitten der blühenden Heide sorgt ein vielfältiges Festprogramm den ganzen Tag für Unterhaltung. Internationale und nationale Volkstanzgruppen, traditionelle Blasmusik, Schlager, Pop und weitere Überraschungen werden den Besuchern dargeboten. Am späten Nachmittag werden schließlich, in einer feierlichen Krönungszeremonie, die Nemitzer Heidekönigin und ihr Gefolge als Repräsentanten der Nemitzer Heide in ihr Amt eingeführt.

Aber nicht nur zur Blütezeit lohnt ein Besuch der Nemitzer Heideregion. Unter dem Motto “die Nemitzer Heide ist immer”, bieten wir Ihnen auf Anmeldung Planwagenfahrten, Oldtimer-Ausfahrten, geführte Ausritte, Rad- und Wandertouren, Pilzwanderungen oder einen Besuch beim Schäfer und seiner Schnuckenherde.

Darüber hinaus gibt es viele verschiedene Galerien und Ausstellungen und selbstverständlich verschiedene gastronomische Angebote. Über das gesamte Angebot können Sie sich auch im Internet informieren: www.nemitzer-heide-touristik.de

Quelle: http://www.elbe-urlaub.de

Sehenswürdigkeiten

Neben der unberührten Natur hat die Elbtalaue auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die Burg Lenzen, alte Dorf- und Stadtkirchen, historische Altstädte mit Fachwerkarchitektur, viele Museen, Aussichtsplattformen und vieles anderes mehr laden zu Ausflügen und Besichtigunen ein.

Elbdeich Touren

Zur Fähre nach Niedersachsen – DDR Wachturm ehemaliges Grenzgebiet

Zum DDR-Grenzregime gehörten neben Zäunen, Mauern, Kfz.-Sperrgräben und Hundelaufstrecken auch Beobachtungstürme. Von hier aus kontrollierten die Grenzsoldaten das Geschehen auf beiden Seiten der Sperren, wenn auch das Hauptaugenmerk der frühzeitigen Entdeckung von Flüchtlingen aus der DDR galt. Oft wurde von den Türmen aus der Einsatz zur Verhinderung von Grenzdurchbrüchen koordiniert.

Direkt an der Elbe bei Lenzen in der Prignitz dient ein ehemaliger Wachturm heute als schöner Aussichtspunkt über die Elbtalaue bis nach Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Eine Wendeltreppe führt aufs Dach, während im Innern Tafeln an die Grenzgeschichte erinnern sowie Flora und Fauna der Region erklären.

Aussichtsturm Lenzen: Ehemaliger Grenzturm mit Fotoausstellung und Panoramatafeln

Mödlicher Kirche

Entlang des Elberadwegs auf dem Deich guterhaltene, reetgedeckte „Niedersächsische Bauernhäuser“ aus dem 18. Jhdt. Mödlicher Kirche aus dem 15. Jhdt., Begräbnisstätte des holländischen Admirals und Lenzener Amtmanns Gysel van Lier (1593-1676). Bedeutende Alabas-terreliefs aus dem 15. Jhdt. Mai-Okt. Sa. 14 Uhr, Gruppenführungen nach Absprache 038792/7790

Festung Dömitz ca. 19 km über den Elbdeich

Die Festungsanlage Dömitz, gelegen am mecklenburgischen Elbufer, ist eine der wenigen sehr

gut erhaltenen Flachlandfestungen des 16. Jahrhunderts in Norddeutschland. In der Form eines Fünfecks angelegt und mit Bastionen und Kasemattengewölben versehen, zeigt sie die eindrucksvolle Wehrarchitektur der Renaissance.  Durch die Besonderheiten des Bauwerks und auf Grund des außergewöhnlich guten Erhaltungszustandes wurde sie ab 1975 unter Denkmalschutz gestellt.Seit 1953 beherbergen die Mauern der Festung ein Museum zur Region und Stadt Dömitz mit unterschiedlichen Ausstellungsbereichen.

Deutsches Haus

Filzschauwerkstatt und verschiedene Büros und Einrichtungen der Stadt und des BUND

Burg und Burgmuseum Lenzen

Besucherzentrum Biosphärenreservat „Brandenburgische Elbtalaue“ mit Poesie- und Naturgarten sowie Museum mit wechselnden Austellungen zur Natur-, Kultur-und Stadtgeschichte. Geführte Touren in die Flusslandschaft und ans „Grüne Band“ Burgstraße 3, Lenzen, Tel.: 038792/1221

St.-Katharinen-Kirche Lenzen

Spätgotische Hallenkirche aus dem 14. Jhdt. Bedeutende Orgel (Schnittger/Scholze), 2007 restauriert. „Offene Kirche“.

Deichrückverlegung

Hier sehen Sie die größte bislang verwirklichte Deichrückverlegung Deutschlands. Auf ca. 420 ha wurde  eine zusätzliche Überflutungsflä-che für die Elbe geschaffen. Zugleich entstand ein Naturschutzgebiet für eine Auenlandschaft mit ihrer typischen Flora und Fauna. Nähere Informationen finden Sie überall entlang des Projekts und auf der Burg Lenzen.

Lenzener Wische / Mödlicher Kirche

Entlang des Elberadwegs auf dem Deich guterhaltene, reetgedeckte „Niedersächsische Bauernhäuser“ aus dem 18. Jhdt. Mödlicher Kirche aus dem 15. Jhdt., Begräbnisstätte des holländischen Admirals und Lenzener Amtmanns Gysel van Lier (1593-1676). Bedeutende Alabas-terreliefs aus dem 15. Jhdt. Mai-Okt. Sa. 14 Uhr, Gruppenführungen nach Absprache 038792/7790

Eldenburg

„Quitzowturm“, landwirtschaftliche Ausstellung und Lesestube April bis Oktober Tel. 038792 / 7314

Mellen

Reste eines „Hünengrabes“ aus der Megalithkultur

Rambower Moor

Naturkundlicher „Zweiseitenweg“ ums Rambower Moor mit mehreren Informationstafeln und 2 Aussichtstürmen.

Cumlosen

Galerie „Rolandswurt“ mit wechselnden Ausstellungen, Di 16.30 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung 038794/30228

Cumlosen

Heimatstube „Willi Westermann“, naturkundliche und historische Ausstellung, jeden 1. So. im Monat 9.30 bis 11.30 Uhr, oder für Gruppen nach Vereinbarung 038794/30249

Lanz

Friedrich-Ludwig-Jahn-Gedenkstätte Wissenswertes zum Geburtsort und zum Leben von „Turnvater“ Jahn.Am Ring 21, Tel. 038780/7210

Grenzlandmuseum Schnackenburg

Das Museum der kleinsten Stadt Niedersachsens dokumentiert ein Kapitel deutsch-deutscher Geschichte. Tel. 05840/210

Aussichtsturm Schnackenburg

Der Blick kann weit ins Elbtal, in die Alandniederung und in den Schnackenburger Hafen schweifen.

Gedenk- und Begegnungsstätte Stresow

Die Gedenkstätte liegt unweit des Grenzlandmuseums Schnackenburg und ist ein Teil davon

Wildgatter im Gartower Forst + NABU-Lehrpfad

Auge in Auge mit heimischen Schwarz-, Rot- und Damwild. Außerdem: Entdecken Sie auf dem NABU-Nistkastenlehrpfad die Vogelwelt.

Entdecker-Pfad auf dem Höhbeck

Die Entdeckertour im Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“ hat 20 Stationen. Durch Zeitfenster blicken Sie in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Höhbecks. Start: der Heidberg (Vietze) und der Parkplatz Fähre Pevestorf.

Aussichtsturm Schwedenschanze/Höhbeck

Weiter Ausblick auf Elbe und Lenzener Wische mit naturkundlichen und geologischen Informationen zur Geschichte des Höhbecks.

Kastellplatz Höhbeck

Schon zu Zeiten Karls des Großen war die Elbe Grenzfluss. Das Höh-beckkastell ist die einzige erhaltene fränkische Festungsanlage Europas

Heimatmuseum Höhbeck

In dem kleinen Museum erfahren Sie vieles über die Slawenzeit am Höhbeck, über Heimat-, Schifffahrt- und Naturgeschichte. Hauptstr. 1, Höhbeck/OT Vietze, Tel.: 05846/1439

Nemitzer Heide und Nemitzer Heidehaus

Auf 1.061 Hektar lädt die herrliche Heidelandschaft zu langen Spa-ziergängen und gemütlichen Kutschfahrten ein. Eine ständige Ausstellung informiert über Flora, Fauna und die Entstehungsgeschichte der Nemitzer HeideTel. 05848/9819443

Klaus-Bahlsen-Turm Nienwalde

Ausgangspunkt für den Seeadler-Rundweg ist der Beobachtungsturm bei Nienwalde. Die Plattform befindet sich in 12 Metern Höhe. Von dort blickt man über den Deich und Baumkronen hinweg auf die Teichflächen und Seegeschleifen bis weit in die Niederung, in der immer öfter der Seeadler anzutreffen ist. Eine Dauerausstellung im Inneren des Turms stellt das Projekt und vor allem den „König der Lüfte“, den Seeadler, ausführlich vor.

St Georg Kirche Gartow

Sie wurde bereits im Jahre 1321 urkundlich erwähnt. Die heutige St. Georg Kirche wurde nach einem Brand 1721 in der damals modernsten Bauweise neu errichtet. In den Jahren 1723/24 errichtete der Baumeister Johann Caspar Borchmann die Kirche als Sclosskirche der Grafen Bernstorff und zugleich als Kirche der Gartower Gemeinde.

Quelle: http://www.elbe-urlaub.de